Konversionsgebiete: Jedes Viertel überzeugt mit eigenem Charakter

Insgesamt 150 Hektar warteten nach dem Abzug der Amerikaner vor fünf Jahren auf die städtebauliche Integration. Für das Herzstück, ein 45 Hektar großes Gelände in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt wurde mit der BKEG eine sehr kompetente Entwicklungsgesellschaft gebildet. In den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren sollen rund 200 Millionen Euro in neues Wohnen und Gewerbe investiert werden.


In den Konversionsgebieten sollen drei neue Wohnviertel, das Musikerviertel, der Rheingaublick und der Rheingrafenblick, sowie der Gewerbepark General Rose als Dienstleistungszentrum entstehen. Die ausgewiesenen Flächen liegen zentral und fußläufig zur Innenstadt von Bad Kreuznach. Sie bieten allesamt eine exzellente Infrastruktur von der Verkehrsanbindung über Bildungseinrichtungen bis zu vielfältigsten Einkaufsmöglichkeiten – für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel den richtigen Rahmen.

Seit dem 1. April 2006 ist die Bad Kreuznacher Entwicklungsgesellschaft (BKEG) Eigentümerin des Geländes. Sie setzt sich aus drei Gesellschaftern zusammen: die LEG Landesentwicklungsgesellschaft Baden-Württemberg mbH mit einen Anteil von 50 Prozent, die Stadt Bad Kreuznach ist über ihre Gesellschaft Beteiligung und Parken (BGK) mit 33,3 Prozent, die Sparkasse Rhein-Nahe mit 16,7 Prozent beteiligt.

In Bad Kreuznach profitiert das gesamte Areal von großzügigen, eingewachsenen Freiflächen mit schönem Baumbestand. Möglich sind Neubauten oder der Umbau bestehender Gebäude, ebenso wie ökologisches, behindertengerechtes oder generationenübergreifendes Bauen. Insgesamt strebt die BKEG eine Mischung an, die neben Bürogebäuden, Gastronomie und Hotellerie auch unterschiedliche Zielgruppen und deren Wohnbedürfnisse  befriedigt. Das Angebot zieht sich von kleiner geschnittenen Grundstücken über topographisch begünstigte Lagen bis hin zu erstklassigen Baugebieten mit Panoramablick.

» Drei neue Wohnviertel, ein Freizeit- und ein Gewerbepark in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schulen, Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangeboten
und idealen Verkehrsanbindungen «

Geschichte der Konversion

Ein Gedenkstein vor dem Domina Parkhotel Kurhaus erinnert an 50 Jahre Präsenz der US Army in Bad Kreuznach. Zum Ende des Jahres 2001 hatte die 1. US-Panzerdivision ihre Verlegung nach Wiesbaden-Erbenheim abgeschlossen. Die Amerikaner übergaben über 150 Hektar Gelände an den Bund: Kasernen, Hubschrauberlandeplatz, Wohnhäuser sowie Einrichtungen der Infrastruktur für Freizeit, Gesundheit, Schulen, Kirche etc.  Von 1951 bis 2001 waren die Hauptquartiere von drei Divisionen in Bad Kreuznach stationiert. Zuletzt lebten in der „Community“ 4200 Soldaten mit ihren Familien. Im Jahr 2001 hatten noch 277 Zivilisten, meist Deutsche, hatten dort ihren Arbeitsplatz. Der Abzug der Amerikaner, zu denen es viele freundschaftliche Beziehungen auch auf privater Ebene gab, ist ein tiefer Einschnitt in der Geschichte der Stadt. Die Army war nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Auftraggeber für viele Firmen aus der Region. Außerdem wurden hunderte von Wohnungen und Häusern in Stadt und Kreis gemietet. Der Verlust der Kaufkraft wurde auf rund 50 Millionen Euro geschätzt (Berechnung aus dem Jahr 1990).

Doch schon unmittelbar nach dem Abzug setzte die Konversion ein, die Umwandlung der militärischen in die zivile Nutzung. Die ehemalige US-Kirchenkapelle dient seit 2002 der jüdischen Gemeinde als Synagoge und Begegnungszentrum. Die Erschließung des ehemaligen Hubschrauberlandeplatzes als Gewerbegebiet ist fast abgeschlossen. In der ehemaligen Marshallkaserne haben zwei große Bad Kreuznacher Traditionsunternehmen, die Farbwerke Meffert AG und der Baustoffgroßhandel Beinbrech, Gelände für Betriebserweiterungen gekauft. Teile der US-Wohnviertel hat die städtische Gesellschaft Gewobau erworben. Ein Großteil dieser Gebäude ist bereits saniert und verkauft bzw. vermietet. Die ehemalige Grundschule ist ebenfalls saniert und wird weiter unter dem Namen Dr.-Martin-Luther-King als  Grundschule genutzt. Das benachbarte ehemalige Youth-Center wird als Haus des Kindes (Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze) nach der Sommerpause eröffnet.

Für das Herzstück der Konversion, 45 Hektar Gelände, wurde mit der Entwicklungsgesellschaft Rhein-Pfalz (EGRP) ein Investor gefunden, der aber unmittelbar vor Vertragsabschluss ausstieg. Glücklicherweise gelang es der Stadt gemeinsam mit dem Land  in nur wenigen Monaten einen neuen Investor zu präsentieren: Die damalige Landesentwicklungsgesellschaft Baden Württemberg (LEG), die heute LBBW Immobilien Management GmbH heißt. Am 3. März wurde im Olympiastützpunkt Trampolin in der ehemalige Kaserne Rose Barracks der Städtebauvertrag zwischen der Stadt, dem Land und der LEG unterzeichnet. In den kommenden Jahren sollen rund 200 Millionen Euro in neues Wohnen und Gewerbe investiert werden. Das Land wird die Konversion in diesem Zeitraum mit bis zu 25 Millionen Euro fördern.

Imagefilm Bad Kreuznach


Diaschau 5 Jahre BKEG